Jopen – Koyt Gruitbier

Das Koyt (auch Keute, Keut, Koit oder Coyte) entstand wahrscheinlich in Holland im 14. Jahrhundert und verbreitete sich bald im nordwesteuropäischen Tiefland wo es als Vorläufer des Alt-Bieres gilt [1]. Es besteht in diesem Fall aus Gersten- und Weizenmalz und Hafer-Rohfrucht. Das Jopen Koyt ist ohne Hopfen gebraut und  schmeckt nach Kräutern, in denen der Gagel (Myrtica gale) dominiert. Dieses moorboden- und lichtliebende Gewächs ist in Deutschland geschützt, was offenbar in den Niederlanden, bestimmt aber in Dänemark, nicht der Fall ist.

image

Das 8,5%ige Gruitbier ist sehr vollmundig und schwer und eignet sich auf Grund der fehlenden Bitter sicherlich gut zu Dessert und Kuchen. Noch besser, aber zu einem Kaminfeuer und einem guten Buch.

Tatsächlich würde ich das Koyt mit 8°C, für ein so hochalkoholisches Bier, recht kühl trinken, da sonst die Malzaromen zu dominant werden und der Gagel nicht mehr so schön heraus kommt.

image

[1] Die Biersorten der Brauwelt, Horst Dornbusch, 2014, S. 158

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *