2. Craft Bier Fest Wien

Am 21./22. November fand auf 2000m² in der Expedithalle der ehemaligen Ankerbrot-Fabrik das 2. Craft Bier Fest Wien statt. Die im Wiener Faltblättchen der Sehenswürdigkeiten, das jeder Tourist an der Hotelrezeption in die Hand gedrückt bekommt, als Loftcity bezeichnete Location, beherbergt auch im Alltag Kunst und Kultur. Dies ist auch an diesem Wochenende nicht anders, nur in flüssiger Form.

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Mehr als 1000 Besucher (wage Angabe aus dem Standard) sahen 71 Brauereien aus 11 Ländern, die aber nicht alle anwesend waren, sondern durch Bierverlage vertreten. Oft waren aber deren Brauer oder Besitzer an den Ständen. Soweit die Zahlen aus den Medien. Ich kann nur Sagen es war voll, aber man konnte sich noch bewegen. Bei der Größe der Halle bleibt noch Luft nach oben. Dann allerdings sollte die Kapazität der Herren-Toiletten erweitert werden.

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An allen Ecken der Halle standen Speidel Gärbehälter mit Wasser zum Spülen der Gläser und zugehörige Eimer zum Entsorgen von Bieren, mit deren Alkohol man sich nicht belasten wollte. (Ich warte noch auf den Moment, an dem jemand den „Cuvée“ probiert.) Die Eimer sollten dann allerdings auch zeitnah ausgeleert werden, weil jeder den Inhalt seines Glases noch auf den überlaufenden Behälter kippt. Ich auch. Sieht ja auch blöd aus, wenn man den Inhalt einfach auf den Boden schüttet.

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Das Nordbier-Gebiet wurde durch Spent Brewers Collective (mit dem sensationellen 1312), Flying-Turtle und Bieren von Schoppebräu vertreten.

Eyecatcher war das Theken-Fahrrad von Dan Stein. Die Idee des Flying Turtle CEO hinter der mobilen Theke ist der direktere Kontakt mit dem Kunden, da die Barriere der klassischen Theke entfällt. Mit Musik aus dem Verstärker im Kühlergrill wird die Aufmerksamkeit für das Fossil noch verstärkt. Warum Fossil? Weil die Schildkröte für Dan Stein das deutsche Bier widerspiegelt. Eine Symbiose aus etwas Alten und etwas Guten, dass lange Überlebt hat und doch ein bisschen Steif ist.

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Spent Brewers Collective konnte nach lösen einer „Hopfen-Ver-Stopfung“ in der Zapfanlage, doch noch mit allen Bieren an den Start gehen. Also beim nächsten Mal ein Hopfensäckchen verwenden! :-) Sensationell und eines meiner vier Lieblingsbiere des Festivals, ist das 1312 Herbst Gruit. Mit dem Wegerich schmeckt es zwar wie Hustensaft, aber wie ein richtig leckerer.

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Die Anderen waren das Hanfbier von Brauschneider, weil es nicht diese dumpfen, staubigen Aromen anderer Hanfbiere hat, sondern spritzig und erfrischen zitrus-aromatisch schmeckt. Auch der ausgedehnte Vortrag über den historischen Bierstiel war informativ und anregend.

Sehr lecker war auch die Gose der Brauwerk, gebraut von Martin Simon. Brauwerk ist die Craftbeer-Brauerei der Ottakringer, die mit ihrem kleinen 10hl Sudwerk verkaufbare Mengen produzieren können, die mit einem 450hl Sudwerk der Mutter-Brauerei unverkaufbar wären.

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Als Gose-Fan  habe ich natürlich auch die Power-Gose von Günther Thömmes unter die Besten gewählt. Der erste Auftritt des Bieres in der Öffentlichkeit war ein voller Erfolg. Nicht nur in meinen Augen.

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Die Top 5 werden durch das Backbone-Splitter vervollständigt, das ich deutschen Craftbeer-Fans nicht weiter vorstellen muss. Christian Hans Müller wird es ja gemerkt habe, dass ich alle Besucher, die mich nach meinen Lieblingsbieren des Festivals gefragt haben, vor seinen Zapfhahn geschoben habe.

Noch ein paar Links:

Trailer für den Film zum Fest

Beitrag auf ProBIER.at

Film von ProBIER.at

Fotos in der Wiener Zeitung

Artikel im derStandard.at

Beitrag aus ORF Heute Leben

Schöntrinken.at

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „2. Craft Bier Fest Wien“

  1. War richtig toll aber für meinen Geschmack zu wenig untergäriges kalt gehopftes Bier.
    Einziges Highlight hier das Number One von Bierol (kalt gehopft mit Cascade) und das Hopfenspiel von Trumer.
    Dieses war für ein Leichtbier !!! (2,9 Alc) richtig lecker. Tolle Zitrusnoten in der Nase und auch massiv im Geschmack mit dezenter Bittere.
    Es ist halt leider so dass immer nur Ale , IPA und Stouts im Vordergrund stehen.
    Trotzdem war es eine richtig gute Veranstaltung

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