Braumanufaktur Forsthaus Templin – Potsdam

Das Alte Forsthaus ist zwar weit weg vom Schuss, aber eine ganz alte Ausflugsgaststätte, die es seit 1834 gibt. In der Spitzenzeit in den 30 Jahren gab es 4000 Außenplätzen und ein zweites Ausschankgebäude. Damals sind die Gäste vor allem mit dem Boot angekommen, vorrangig am Sonntag.

Das klassische Zweigeräte-Sudwerk wurde 2001 in Selb (Bayern) demontiert und hier wieder aufgebaut. In der früheren 48hl Anlage wird heute noch 40hl pro Sud gebraut. Im Jahr kommen so 4000hl zusammen. Im Jahr 2007 wurde der Betrieb auf BIO umgebaut und Gerste aus der Region eingesetzt. Außerdem wird Aroma-Doldenhopfen genutzt, auch für die Bitterhopfung. Das schmeckt man allerdings auch raus. Die Biere sind extrem zurückhaltend gebittert, was aber so gewollt ist. Das Sudwerk verfügt über eine offene Läuterung (Läutergrant).

Der alte rotierende Flaschenfüller wurde eigentlich als Deko gekauft, wird heute aber einmal die Woche für die 1l Flaschen genutzt. Halbliter-Flaschen werden automatisch in der modernen Anlage abgefüllt.

In jeden der 10 Lagertanks im Keller passen 4000l, also ein Sud. In einem Gebäude im Hof stehen noch einmal fünf 100hl Tanks für je 2 ½ Sude. Im Hof selber steht noch ein 8000l Tank für Berliner Weiße, die wegen der Lacto-Bakterien nicht mit den anderen Suden in Kontakt kommen soll.

Außer für die eigene Gastronomie wird Naturland und Getränkemärkte am Ort beliefert. Diese Biere werden Pasteurisiert. Die Biere, die im Brauhaus ausgeschenkt werden natürlich nicht.

Die Potsdamer Stange hat das helle Lager als meist verkauftes Bier inzwischen abgelöst. Sie wurde früher am Ende der Braukampage aus noch übrigem Lagerbier mit einem Drittel Jungbier versetzt und erneut vergoren (http://www.braumanufaktur.de/Potsdamer_stange.htm)

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