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Ricklinger Landbrauerei – Biere

Geschafft! Das war ein hartes Stück Arbeit acht Biere zu verkosten.

Ich möchte hier noch einmal erwähnen, dass das Ergebnis meinen persönlichen Geschmack zu der Zeit der Verkostung und in der jeweiligen körperlichen Verfassung wiederspiegelt. Ich sollte da mal einen Disclaimer oder wie man das nennt draus machen.

Es gab eine Gruppe, die sehr gut gemachte Biere sind und auch sicher dem breiten Publikum gefallen, die aber nicht aus der Masse (und als solche kann man die Anzahl der angebotenen Bier, die Sascha Lämmer zur Zeit braut, durchaus bezeichnen) herausragen.

Dunkel, Märzen und Maibock haben wie gesagt keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Rauchbock war anfangs sehr interessant und lecker. Aber nach einem halben Liter fand ich die Süße im Abgang ziemlich anstrengend.

Interessant ist das Porsebier aus dem einfachen Grund, weil man nun nicht jeden Tag Gagel statt Hopfen im Bier hat. Das Bier ist kupferfarben, hat einen hellen flüchtigen Schaum. Es riecht nach Minze und Süßholz. Anfangs schmeckt es nach Minze, Karamell und Schwarztee, wirkt aber im Abgang durch die fehlende Bittere, ein bisschen leer.

Dann gibt es da noch ein Pils, das einen frisch-herben Geruch hat, im Antrunk leicht und frisch ist und eine zunehmenden Vollmundigkeit und Bittere aufweist. Im Abgang kommen dann aber wunderbare Hopfenaromen dazu und eine nachhängede weiche Bittere. Sehr lecker!

Das Spezial IPA hat kann man mit 12 EBC als Orange bezeichnen. Es hat einen mittelhaltbaren hellen Schaum. Der Geruch – Wow – Ein brachiales grasiges Hopfenaroma mit leichten Fruchtaromen. Der Antrunk, frische Karamell- und Waldbeerenaromen, dazu kommt eine feine Süße und eine frische Bittere. Im Abgang schmeckt man Honig und Sherry heraus. Sensationell!

Und dann ist da noch mein absolutes Lieblingsbier aus der Kollektion. Das Stout. Tiefschwarz ist es und sprengt damit meine Bierfarbenskala die bei 80 EBC aufhört. Beim Eingießen bildet sich ein mittelhaltbarer brauner Schaum. Im Geruch dominiert Lakritz. Im Antrunk Röstmalz, Kaffee und Bittere. Im Abgang schmeckt man Schokolade und Lakritz. Bin ich froh, dass ich gerade vom IPA und Stout mehrere Flaschen mitgenommen habe.

Zusammenfassend kann man sagen: Sascha Lämmer, der die vielen Biere zur Zeit alleine brauen muss, versteht sein Handwerk.

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