Braumanufaktur Forsthaus Templin – Biere

Lager
Sehr klar,  bernstein oder amber. Heller flüchtiger Schaum. In der Nase fehlen natürlich die ganzen blumigen Aromen obergäriger Biere. Im Antrunk kommt die, schon aus der Region bekannte „Gerstensaftigkeit“ (© by Hurtig) sonst recht wässerig, weil mir die Hopfenbittere fehlt. Im Abgang ist eine ganz minimale Frucht auszumachen. Und auch hier keine Bittere.

Potsdamer Stange
Leicht säuerlicher Geruch, allerdings auch fruchtig. Erinnert an ein bayerisches Weizenbier obwohl es untergärig gebraut ist, laut Brauer kommt das durch den Weizenanteil. Recht trocken im Geruch, Antrunk ist trocken. Ganz leichte Fruchtnote.IMG_0804

Der Bayerische Bahnhof auf dem 4. Festival der Bierkulturen in Köln

Neben der klassischen Gose gab es Berliner Weiße Variationen, unter anderem mit Kartoffeln gebraut. Das war mit einem PH-Wert von 3 allerdings ein extrem saures Vergnügen. Der Goseator war ein Gosedoppelbock (10,5%), der in einem Tequila-Fass ein Jahr lang ausgebaut wurde. Sehr lecker. Südhang war eine Mischung aus Trauben (Gewürztraminer, spontan) und Weizenwürze.
Leider kann man den Goseator auf dem deutschen Markt nicht kaufen. Schade!IMG_0927

Braumanufaktur Forsthaus Templin – Potsdam

Das Alte Forsthaus ist zwar weit weg vom Schuss, aber eine ganz alte Ausflugsgaststätte, die es seit 1834 gibt. In der Spitzenzeit in den 30 Jahren gab es 4000 Außenplätzen und ein zweites Ausschankgebäude. Damals sind die Gäste vor allem mit dem Boot angekommen, vorrangig am Sonntag.

Das klassische Zweigeräte-Sudwerk wurde 2001 in Selb (Bayern) demontiert und hier wieder aufgebaut. In der früheren 48hl Anlage wird heute noch 40hl pro Sud gebraut. Im Jahr kommen so 4000hl zusammen. Im Jahr 2007 wurde der Betrieb auf BIO umgebaut und Gerste aus der Region eingesetzt. Außerdem wird Aroma-Doldenhopfen genutzt, auch für die Bitterhopfung. Das schmeckt man allerdings auch raus. Die Biere sind extrem zurückhaltend gebittert, was aber so gewollt ist. Das Sudwerk verfügt über eine offene Läuterung (Läutergrant).

Der alte rotierende Flaschenfüller wurde eigentlich als Deko gekauft, wird heute aber einmal die Woche für die 1l Flaschen genutzt. Halbliter-Flaschen werden automatisch in der modernen Anlage abgefüllt.

In jeden der 10 Lagertanks im Keller passen 4000l, also ein Sud. In einem Gebäude im Hof stehen noch einmal fünf 100hl Tanks für je 2 ½ Sude. Im Hof selber steht noch ein 8000l Tank für Berliner Weiße, die wegen der Lacto-Bakterien nicht mit den anderen Suden in Kontakt kommen soll.

Außer für die eigene Gastronomie wird Naturland und Getränkemärkte am Ort beliefert. Diese Biere werden Pasteurisiert. Die Biere, die im Brauhaus ausgeschenkt werden natürlich nicht.

Die Potsdamer Stange hat das helle Lager als meist verkauftes Bier inzwischen abgelöst. Sie wurde früher am Ende der Braukampage aus noch übrigem Lagerbier mit einem Drittel Jungbier versetzt und erneut vergoren (http://www.braumanufaktur.de/Potsdamer_stange.htm)

Bornstedter Krongut – Biere

Bornstedter Büffel Hell

Sehr hell, naturtrüb. Heller mittelhaltbarer Schaum. Im Geruch keine wahrnehmbaren Aromen. Antrunk ist leicht und frisch. Abgang ganz leichte Bittere, totale Abwesenheit von Aromen. Mich wundert, dass nicht einmal von der Hefe florale Aromen beigetragen werden, zumal nach Auskunft des Brauers alles obergärig ist.

Bornstedter Büffel Dunkel
Hellbraun, cremefarbener mittelhaltbarer Schaum. Beim Geruch kommt was! Malzigkeit, würzig mit Aromen von heller Schokolade. Antrunk leichtes Malz und leichte Süße mit Schokolade. Im Abgang sehr leichte Bittere, aber kein Aroma.

Wir haben auch noch vom Maibock kosten dürfen, dazu muss man aber sagen, dass der mal gerade aus der Nachgärung raus war und sich deshalb natürlich jede Beschreibung verbietet. Trotzdem bin ich den Brauern immer sehr dankbar, wenn ich ein Bier selbst in so einem „intimen“ Zustand probieren darf. Da merkt man erst einmal was die Reifung bedeutet.

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Krongut Bornstedt – Potsdam

Das Krongut Bornstedt ist 400m vom Schloss Sanssouci entfernt am Bornstedter See gelegen und war der ehemalige Sitz der Kronprinzessin Victoria (siehe Wikipedia).
Das Krongut ist aufgrund seiner Nähe zum Schloss ein extrem touristisch ausgerichteter Betrieb mit mehreren Geschäften, die um einen zentralen Platz herum angeordnet sind. Laut Internetseite wird hier seit 1689 Bier gebraut.
Nach der Restaurierung wurde es im Juni 2002 eröffnet und ist mit einer Anlage der Firma Vollmer ausgestattet. Die Brauerei wird seit Mai 2007 von Clemens Salow geleitet, der das Handwerk hier auch gelernt hat. Er hat uns, trotz unseres unangemeldeten Auftretens und ausreichender Beschäftigung, sehr freundlich und kompetent Auskunft über Biere und Anlage gegeben.
Das Bier kann in 1l und 2l Siphons erstanden werden. Die Flaschen müssen zu diesem Zweck allerdings gekauft werden. Es gibt also kein Pfand zurück.
Nach dem momentan laufenden Maibock, wird es als Saisonbier bis Oktober ein Weizenbier geben, danach ein Festbier.
www.krongut-bornstedt.de

Meierei – Biere

IMG_0691 (Kopie)Helles

Weißer flüchtiger feiner Schaum. Farbe hell (3-4 EBC ohne Sonnenbrille). Geruch ist säuerlich getreidig. Antrunk leichte Süße begleitet das säuerliche, kein wahrnehmbares Hopfenaroma, wenig Bittere. Abgang vollkommen neutral. Es ist immer schlecht was über ein Bier zu sagen, wenn so wenig Aromen hervorstechen. Diese „Gerstensaftigkeit“ wird mir heute noch mal begegnen.

Rotbier

Es gibt immer zwei Biere: Das Helle und ein Spezial. Das Spezial war, bei unserem Besuch im April, das Rotbier. Es ist etwas dunkle, logisch rötlicher oder bernstein. Vom Geruch nichts neues. Neutral wir das Helle. Der Antrunk auch hier ein sauerer Getreidegeschmack. Es mag ja Liebhaber dieses Geschmacks geben, mein Geschmack ist es nicht.

Meierei – Potsdam

In der Meierei im neuen Garten, wie es offiziell heißt, wurde am 25.06.2003 eröffnet. Das Gebäude liegt wunderbar idyllisch am Jungfernsee in der Nähe des Schloss Cecilienhof. Ich werde mich jetzt nicht über die Geschichte auslassen, dazu gibt es eine hervorragende Internetseite (http://www.meierei-potsdam.de) auf der alles nachzulesen ist. Wer es nicht so mit dem Lesen hat, für den gibt es unter „Home“ ein Video.

Das Konzept ist zweigleisig. Ein Bereich mit klassischer Gastronomie und ein Biergartenbereich mit Selbstbedienung.

Das Sudhaus hat eine Ausschlagmenge von 10 hl, es gibt drei offene Gärbehälter á 20hl. Die Lagerkapazität beträgt 140hl. Das steht alles auf den Plakaten gegenüber von den Sudgeräten.

Alle Braugeräte, von der Malzmühle bis zum Lagertank sind zu besichtigen, auch ohne eine Brauereiführung. Der Prozess wird auf den  schon erwähnten Plakaten erklärt.