Schadt’s Brauerei Gasthaus – Die Biere

Schadt’s bietet ganzjahrig ein Pils, ein Weizen und ein Saisonbier an. In allen Monaten außer Mai und Oktober ist das ein Märzen. Damit ist das Märzen eher ein Ganzjahresbier mit acht Wochen Urlaub. Als Vertretung gibt es im Mai – na? – na klar: Ein Maibock. Und im Oktober – wie einfallsreich: Ein Oktoberbock.
Die Chance steht also 1:6 für das Märzen und was soll ich sagen, es hat gewonnen.
Pils – Es etspricht wieder 100% der Definition einens Pilseners: Naturtrüb, malzig, hefig, nussig … :-). Aber immerhin hell und mit einem schönen Hopfenaroma. Aber das Wichtigeste: Es schmeckt und zwar richtig gut.
Weizen – Hell, trüb, hefig. Zum zurückhaltenden Bananenaroma gesellt sich ein leichter Karamellgeschmack. Der Geruch geht ins nussige. Somit entspricht es mit seiner mäßigen Reszens dem Ideal eines norddeutschen Weizenbieres.
Märzen – Bernstein leicht trüb. Sehr hefig, mäßig stabiler Schaum. Der Karamellgeschmack ist zurückhaltend ausgeprägt. Dazu gesellt sich ein leicht rauchiger Geschmack.

Schadt’s Brauerei Gasthaus – Braunschweig

Seit 1985 wir in Schadt’s Brauerei gebraut. Kessel stehen dekorativ im Schankraum, sind aber nicht nur Dekoration. Der Tresen formt sich rund um den Schankhahn, was sehr gemütlich ist und einen optimalen Kontakt zur Bedienung gewährleistet.
Es werden eingene und fremde 0,5l und 2l Siphons befüllt. Der Braumeister führt nach Anmeldung durch die Anlage, auch Einzelpersonen.

http://www.schadts-brauerei-gasthaus.de/

 

Gasthausbrauerei und Brennerei Nolte – Die Biere

– Helles
Erst einmal fällt auf, dass das Bier sehr bitter im Abgang ist. Also genau der Geschmack den ich manchmal in meinen Bieren habe. Irgendwer hat mir mal gesagt, dass diese Bittere aber nicht vom Hopfen kommt sondern entweder von sich zersetzender Hefe oder eine Malzbittere ist. Ob das so ist weiß ich nicht. Den Geschmack kenne ich aber halt. Sonst ist das Bier sehr trocken und schlank, was für mich nur ein freundlicher Ausdruck für wässerig ist.

– Dunkel
Die Richtung wie das Helle, aber etwas erdiger. Leichter Hefegeruch und ein Hauch Rauch. Insgesamt dominiert aber das Wässerige.

– Nikolator
Der Nikolator ist ein Weihnachtsbier und kein Doppelbock. Das muss man dazu sagen, weil Biere die auf -ator enden eigentlich immer Doppelböcke sind (siehe Mälzers Mälzator). Als ich den Wirt danach gefragt habe, war er irgendwie nicht mehr mein Freund. „Wir haben das Bier eben so genannt“, hat er mir entgegen geschleudert. Er scheint wohl schon öfters darauf angesprochen worden zu sein. Als wir dann noch über den Siphonaustausch gesprochen hatten war es ganz aus.

Über den Geschmack von dem Bier kann ich jetzt gar nichts sagen ohne unhöflich zu werden. Und deshalb lasse ich es sein.

Biergeschmack ist immer etwas subjektives. Jedem schmeckt das Bier anders und der hier wiedergegebene Geschmack ist nun mal mein persönliches Empfinden. Wem das nicht zusagt, möge sich ein eigenes Bild machen.

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Gasthausbrauerei und Brennerei Nolte – Lüneburg

Öffnet eigentlich um 16 Uhr, aber auch um halb wurde immer noch kräftig geräumt. Ehrlich gesagt hatte ich die ganze Zeit das Gefühl irgendwie zu stören. Ich war ein dreiviertel Stunde lang dort und der einzige Gast. Die Gasthausbrauerei hat wenige Tische, die im Schankraum standen. Dazu Klubraum, Saal und Kebelbahn. Das Sud-, Gär- und Lagerhaus nimmt einen Großteil des Schankraums ein. Zudem steht im hinteren Teil noch eine Destille. Der Verkauf des Bieres erfolgt nur in den Siphons der Brauerei im Austausch. Der Wirt betont, dass die Brauerei nur deshalb 107 Jahre überlebt hat, weil das Bier in hygienisch einwandfreien Flaschen verkauft wird. Meine Meinung dazu ist bekannt, aber ich muss ja von dort kein Bier mit nach Hause nehmen.

http://www.gasthausbrauerei-nolte.de/

Mälzer Brau- und Tafelhaus – Die Biere

– Pils
Naturtrüb säuerlich im Geruch. Feinporig, mäßig haltbarer Schaum, intensives Hopfenaroma, trocken. Endlich mal ein Pils,  dass den Namen nahe kommt. Ein Pils ist halt per Definition klar und nicht naturtrüb. Aber in einer Gasthausbrauerei will ich ja gerade ein naturbelassenes Bier, dass ich dann aber als Naturtrübes bezeichnen würde. Aber ich habe schon dunkle, süße, malzige, naturtrübe Biere getrunken, die man mir auch als „Pils“ verkaufen wollte.
– Märzen
Kräftiges Bernstein, naturtrüb. Auch hier recht trocken und eine ausgewogene Bittere und zurückhaltend malzig. Ganz leichte Karamellnote und Säure. Ein super Bier, bei dem ich gern bleiben würde aber es treibt mich ja weiter.
– Doppelbock
Dunkel, leichte Trübung. Sehr schönes, ausgewogenes Bock. Leichte Süße und zurückhaltendes alkoholisches Aroma. Sattes Malz, das aber nicht aufdringlich ist. Sicher eines der besten dunklen Bockbiere die ich getrunken habe.

Mälzer Brau- und Tafelhaus – Lüneburg

In der historischen Innenstadt von Lüneburg liegt das Brauhaus Mälzer. Nebenan gibt es ein Brauereimuseum. Lüneburg ist eine Stadt mit einem traumhaft weichen Wasser und daher für ein Pils ideal. Bei meinem Eintreffen sind alle Tische ausgebucht. Zum Glück will ich nur was trinken und darf daher an der Theke Platz nehmen. Direkt am Eingang führt eine enge Wendeltreppe hinunter in ein Kellegewölbe. Ein sehr interessanter Ort, mit Kerzen beleutet. Muss man mal gesehen haben. Es ist ein bisschen laut, aber der junge Mann hinter der Theke ist trotz viel Arbeit und dauerklingelndem Telefon freundlich und beantwortet alle meine Fragen. Es gibt jetzt im Dezember drei Biere. Pils, Märzen und ein Doppelbock. Diese gibt es in einem Probierset mit Gläsern zu 0,2l, die ich wie immer zeitgleich ordere.

Gröninger Privatbrauerei – Die Biere

– Pils
Das, als Pils bezeichnete Bier ist bernstein und trüb, sehr malzig und vollmundig sowie sehr leicht gehopft. Das hat definitiv nichts mit einem Pils zu tun. Schmeckt aber trotzdem sehr gut.
– Winterbock
Der Bock ist enorm malzig. Dunkel, trüb und riecht auch sehr malzig. Er ist sehr vollmundig und hat eine wunderbare Textur. Er wurde erst handwarm geliefert, aber anstandslos gegen ein mit 15 Grad optimal temperierten Bock ausgetauscht. Der Deutsche Brauerbund e.V. empfielt für ein Bockbier 8-10°C, was ich persönlich aber für den Winterbock als viel zu kalt empfinde. Daher finde ich 15°C perfekt.
– Weizen
Bernstein fruchtig aber nicht bananig. Vollmundig mit mässiger Schaumstabilität. Es ist sehr süffig ohne Kanten und Erinnerungswert.

Gröninger Privatbrauerei Hamburg

Die Gasthausbrauerei liegt im Kellergeschoss und ist ein langer Schlauch. Ein Gewölbe, sehr schön und sauber. Am Eingang befindet sich eine Theke mit Fleisch und Beilagen, die man selbst mit an den Tisch nimmt. Das Bier wird von der Bedienung gebracht. Bei Ankunft der Gäste, die alle samt reserviert haben, herrscht ein Gewühl. Da ich nichts esse, wird mir ein Stehtisch zugewiesen.
Außer Haus wird nur das “Pils“ verkauft. Es wird in hausgebrandeten Siphons verkauft. Mitgebrachte werden nicht befüllt. Allerdings bekommt man das Pils in Flaschen zum mitnehmen.
Verschiedene Saisonbiere: Maibock, Märzen, Winterbock.